Zeitrafferaufnahmen/Time Lapse Aufnahmen. Wie? Was? Warum?

Geschwindigkeit. Das beschreibt Zeitrafferaufnahmen (englisch: Timelapse) wohl am Besten. Zeitraffer ermöglichen es, langwierige Prozesse in kurzer Zeit abzuspielen. Auf dieser Technik basieren die Techniken Motion Timelapse und  Hyperlapse.

Funktionsweise

Bei dieser Methode nimmt eine Kamera über einen langen Zeitraum hinweg in zeitlich gleichen Abständen Bilder auf. Diese werden dann zu einem Film zusammengeschrumpft. Für eine schöne und klare Zeitrafferaufnahme sollte die Kamera immer den gleichen Ausschnitt einfangen – sie darf nicht verwackeln.

Um aus den Bildern ein Video entstehen zu lassen, werden üblicherweise 25 Bilder pro Sekunde (25 frames per second – fps) benötigt. Um also 15 Sekunden Videomaterial zu erhalten muss man also 375 Bilder aufnehmen.

Für 375 Bilder braucht man bei einem Intervall von einer Sekunde 375 Sekunden. Das entspricht ~63 Minuten. Die Kamera steht also etwas länger als eine Stunde. Meistens werden Abläufe über mehrere Stunden – bis hin zu Tagen – aufgenommen. Üblich ist ein Intervall von über 10 Sekunden. Um dem Video eine flüssige Bewegung zu verleihen, wird mit einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden aufgenommen. Bewegte Objekte erscheinen somit verwischt – das erzeugt zusätzliche Geschwindigkeit im Bild. Diesen Effekt kennt man von nächtlichen Straßenaufnahmen. Die Lichter der Autos ziehen sich durch das Bild.

Verwandte Formen

Um in eine Timelapse Aufnahme eine gleichmäßige Kamerabewegung zu bringen, kann man die Kamera vor jedem Bild um wenige Millimeter/Zentimeter verschieben. Diese Technik nennt sich Motion Timelapse. Dabei werden kurze Strecken (oftmals mithilfe von einem Slider) zurückgelegt.

Wir können auch weite Strecken über mehrere Meter zurücklegen. Diese Technik nennt sich Hyperlapse. Diese erklären wir in diesem Blogeintrag.