Präzision als visuelle Marke für Meyer Drehtechnik
Ein Industriefilm im Maschinenbau zeigt üblicherweise Maschinen, Fertigungsprozesse und technische Kompetenz. Bei Meyer Drehtechnik bilden diese Leistungen die Basis. Im Mittelpunkt stand aber das Wie: Wie lassen sich Präzision, Marke und Fertigung so inszenieren, dass der Film sofort nach Meyer aussieht? Dafür haben wir Corporate Design und Agenten-Kampagne in eine eigene Bildsprache übersetzt. Licht, Farbe, Kameraführung und Story sind so geplant, dass aus realer Produktion ein wieder erkennbarer Markenfilm entsteht.
Unser Ziel: Der Film soll nach Meyer aussehen, bevor das Logo erscheint.
So entsteht ein Auftritt, der im Kopf bleibt und Meyer gegenüber Kunden, Bewerbern und Geschäftspartnern klarer als eigenständige Marke positioniert.
Dafür haben wir das bestehende Corporate Design in eine eigene visuelle Welt übersetzt. Dunkle Flächen, kontrollierte Kontraste und das Meyer-Orange bilden die Grundlage. Die bereits vorhandene Agenten-Kampagne der Marke haben wir weitergedacht und dem Film damit seinen erzählerischen Rahmen gegeben.
Industriefilm für Meyer Drehtechnik: Worum geht’s?
Meyer Drehtechnik aus Marienberg fertigt komplexe Präzisionsdrehteile und verbindet Drehen, Fräsen, Härten, Schleifen und Montage. Besonderheit: Kontrollierte Genauigkeit. Und das auf Wunsch mit 100%-Prüfung. Das ist noch präziser als James Bond selbst.
Präzision ist ein Teil der Kommunikationsstrategie. Slogans wie „Im Auftrag der Qualität“, „Das letzte Quantum Präzision“ und „Lizenz zum Drehen“ spielen die Agentenwelt voll aus. Präzision auf 0,007 Millimeter Genauigkeit – das schreit förmlich nach James Bond-Analogien. Diese Sprache haben wir in den Film übertragen, ohne daraus eine Parodie zu machen.
Warum Industriefilme schnell austauschbar aussehen
Produktionshalle. CNC-Maschine. Nahaufnahme vom Werkzeug. Funken. Mitarbeiter am Bedienpanel. Drohne über dem Werk. Das alles sind klassische Motive für einen Industriefilm im Maschinenbau, die wir immer wieder sehen.
Die Maschine allein erzählt allerdings wenig darüber, welche Marke hinter ihr steht. Deshalb haben wir uns bei Meyer am Anfang eine andere Frage gestellt: Wie muss ein Bild aussehen, damit es auch ohne Logo nach Meyer aussieht?
Danach definieren wir Regeln für den Look der Bilder. Diese Entscheidungen fallen vor dem eigentlichen Dreh. Denn Wiedererkennung lässt sich nachträglich nur schwer über einen Film legen.
Was einen guten Industriefilm für den Maschinenbau ausmacht
Ein Maschinenbauunternehmen muss im Film keine Kinowelt vorspielen. Bei einer Videoproduktion entstehen viele Motive direkt aus realen Fertigungsprozessen. Die Aufgabe besteht darin, herauszufinden, welche davon die Geschichte des Unternehmens erzählen. Aus unseren Videoproduktionen für Maschinenbau- und Industrieunternehmen haben sich vier Punkte herauskristallisiert, die bereits vor dem Dreh geklärt werden sollten.
- Technik muss verständlich werden. Ein Industriefilm darf fachlich korrekt sein und trotzdem für Menschen funktionieren, die den Prozess nicht täglich sehen. Dafür müssen wir verstehen, welcher Arbeitsschritt relevant ist und worauf der Zuschauer achten soll.
- Die Marke muss im Bild vorkommen. Damit meinen wir nicht das Logo auf Arbeitskleidung. Licht, Farbe, Perspektive und Inszenierung können Eigenschaften eines Unternehmens sichtbar machen. Beim Meyer-Film war das Präzision verbunden mit einer spielerischen Agentenwelt. Bei einem anderen Unternehmen kann die richtige Bildsprache völlig anders aussehen.
- Industrie braucht Licht. Produktionshallen werden für Menschen und Maschinen ausgeleuchtet, selten für Kameras. Zusätzliche Lichtgestaltung gehört deshalb für uns zu vielen Industriefilmen dazu. Sie hilft, Maschinen voneinander zu trennen, Materialien sichtbar zu machen und den Blick auf das Wesentliche zu führen.
- Ein Drehtag sollte langfristig gedacht werden. Wenn Film, Fotos, Website-Sequenzen und Social-Media-Material gemeinsam geplant werden, lässt sich eine Produktion deutlich breiter nutzen. Deshalb klären wir möglichst früh, welche Medien ein Unternehmen in den kommenden Monaten tatsächlich benötigt.
Wie wir die Bildsprache für Meyer Drehtechnik entwickelt haben
Ausgangspunkt war das vorhandene Corporate Design. Meyer arbeitet mit einem markanten Orange. Für den Imagefilm und die dazugehörige Fotokampagne sollte diese Farbe eine wichtige Rolle bekommen, ohne dass wir nachträglich jede Einstellung orange einfärben. Deshalb haben wir eine reduzierte visuelle Farbwelt definiert: Schwarz und dunkle Grautöne bilden die Basis und geben Maschinen, Metall und technischen Oberflächen Raum. Das orange als Meyer-Markenfarbe taucht gezielt als Lichtakzent, Reflex, Displayfarbe oder gestalterisches Detail auf.
Außerdem setzen wir auf kontrollierte Kontraste und die Reduktion von anderweitigen Farben. Dazu kommt die leichte Anmutung eines Agentenfilms. Diese sollte weniger in offensichtlichen Zitaten stecken, sondern eher im Umgang mit dem Spannungsaufbau. Ein Bauteil kann wie ein relevantes Beweisstück behandelt werden. Eine Qualitätsprüfung bekommt denselben visuellen Stellenwert wie der entscheidende Moment einer Mission. Die reale Fertigung bleibt trotzdem der Mittelpunkt.
Farblook im Industriefilm: Marke statt Filter
Wenn über einen bestimmten Filmlook gesprochen wird, landet man schnell beim Color Grading. Doch das ist nur ein Teil der Arbeit.
Ein glaubwürdiger Farblook wird bereits vor und während dem Dreh gestaltet. Bei Meyer betrifft das zum Beispiel die Frage, welche Farben sich überhaupt im Bild befinden. Welche Kleidung tragen Mitarbeiter? Welche Displays leuchten im Hintergrund? Wo setzen wir zusätzliches Licht? Welche Reflexionen entstehen auf Metall? Welche Bereiche der Halle bleiben sichtbar?
Auch die Position der Kamera beeinflusst den Look. Eine Maschine wirkt aus einer flachen Totalen völlig anders als aus einer nahen Perspektive, bei der Lichtkanten ihre Form herausarbeiten. Das spätere Color Grading verbindet diese Aufnahmen. Kontraste werden aufeinander abgestimmt, störende Farbstiche reduziert und die gewünschte Farbwelt weiter verdichtet.
Wie entsteht Wiedererkennung im Industriefilm?
Unser Ziel bei Meyer war einfach formuliert: Der Film sollte nach Meyer aussehen, bevor das Logo erscheint. Dafür reicht ein einzelnes außergewöhnliches Bild nicht. Wiedererkennung entsteht erst, wenn sich bestimmte gestalterische Regeln durch den gesamten Film ziehen. Bei Meyer haben wir deshalb ein System aus Farbe, Licht, Perspektive und Inszenierung definiert.
Wenn wir zum Beispiel auf die Markenfarbe Orange schauen, sollte diese zur Wiedererkennung zwar sichtbar sein, aber nicht jede Szene dominieren. Sie kann einen Blick führen, eine Kontur auf einer Maschine zeichnen oder in einem technischen Detail auftauchen.
Ähnlich funktioniert auch die Lichtgestaltung. Die Bilder dürfen dunkel und kontrastreich sein. Maschinen, Gesichter und relevante Arbeitsschritte müssen trotzdem lesbar bleiben. Auch für Menschen gilt eine Regel: Wir zeigen Mitarbeiter möglichst im Prozess. Konzentration, Griff zum Bauteil, Prüfung, Bedienung oder Abstimmung wirken glaubwürdiger als eine arrangierte Heldenpose vor der Maschine.
Warum Film und Fotografie dieselbe Bildsprache brauchen
Die entwickelte Meyer-Welt geht über den Film hinaus. Parallel zum Industriefilm haben wir eine Fotoreihe entwickelt, die dieselben gestalterischen Regeln nutzt. Es entsteht eine visuelle Sprache, die sich auch für Website, Social Media, Recruiting, Printprodukte oder Messekommunikation einsetzen lässt.
Ein Filmprojekt kann nach seiner Veröffentlichung abgeschlossen sein, aber eine gut entwickelte Bildsprache kann über Jahre weiterverwendet werden und die Marke nachhaltig prägen.
Neugierig geworden, welchen Look dein Unternehmen in einem Industriefilm bekommen würde?
FAQ zum industriefilm
Was kostet ein professioneller Industriefilm?
Die Preisspanne für einen professionellen Industriefilm ist groß. Als grobe Orientierung bewegen sich solche umfangreichen Produktionen häufig zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Aussagekräftiger als eine pauschale Zahl ist der konkrete Produktionsumfang.
Relevant sind zum Beispiel:
- Anzahl der Drehtage
- Anzahl der Drehorte
- Umfang der Konzeption
- Größe des Filmteams
- Licht- und Kameratechnik
- Sprecher und Sounddesign
- Animation oder 3D
- Aufwand für Schnitt und Color Grading
- zusätzliche Fotoaufnahmen
- Social-Media-Versionen und weitere Formate
Ein technisch sauber produzierter Film kann relativ kompakt umgesetzt werden. Wenn zusätzlich eine individuelle Bildsprache entwickelt, eine Produktion aufwendig ausgeleuchtet und parallel eine größere Foto- oder Contentbibliothek aufgebaut werden soll, steigt der Aufwand entsprechend. Deshalb kalkulieren wir Industriefilme anhand des tatsächlichen Projekts.
Wie viele Drehtage braucht ein Industriefilm?
Für viele Industriefilme reichen zwei Drehtage. Umfangreiche Produktionen mit mehreren Standorten, vielen Fertigungsprozessen oder einer aufwendigeren Inszenierung benötigen entsprechend mehr Zeit.
Kann während der laufenden Produktion gedreht werden?
Ja. Ein großer Teil unserer Industrieaufnahmen entsteht während realer Arbeitsabläufe.
Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Maschinenbelegung, Sicherheitsbereiche, Mitarbeiter und interessante Produktionsschritte stimmen wir vorab ab. So lässt sich der Eingriff in den laufenden Betrieb gering halten.
Was ist der Unterschied zwischen Imagefilm und Industriefilm?
Ein Imagefilm stellt stärker das Unternehmen, seine Marke, Werte und Positionierung in den Mittelpunkt. Ein Industriefilm zeigt zusätzlich Fertigungsprozesse, Maschinen und technische Leistungen. Im Maschinenbau überschneiden sich beide Formate häufig: Ein Industriefilm kann gleichzeitig als Imagefilm funktionieren, wenn Produktion und Technik so inszeniert werden, dass sie auch die Marke des Unternehmens sichtbar machen.
Beim Film für Meyer Drehtechnik war genau das unser Ansatz. Die reale Fertigung bildet die Grundlage, während Bildsprache, Story und Markenwelt dafür sorgen, dass der Film eindeutig nach Meyer aussieht.
Wie entwickelt man einen individuellen Farblook?
Wir beginnen mit der vorhandenen Marke: Corporate Design, Farben, Kommunikation, Produkte, Räume und gewünschte Wirkung. Daraus entwickeln wir Regeln für Licht, Kontrast, Perspektiven und Farbakzente. Das Color Grading bildet später den Abschluss dieses Prozesses.
Welche Filmformate braucht ein Maschinenbauunternehmen?
Das hängt von den Kommunikationskanälen ab. Neben einem Hauptfilm können kurze Website-Sequenzen, Fassungen für Messeauftritte, Social-Media-Clips, Hochkantvideos und Recruiting-Versionen sinnvoll sein. Welche Formate gebraucht werden, klären wir vor dem Dreh. Dann achten wir bereits bei der Aufnahme darauf, dass das Material in verschiedenen Seitenverhältnissen funktioniert.
Kann aus einem Drehtag auch Social-Media-Content entstehen?
Ja. Das sollte fest eingeplant werden. Für Social Media brauchen wir häufig andere Bildausschnitte, kürzere Situationen oder Hochkantaufnahmen. Werden diese Motive schon bei der Drehplanung berücksichtigt, kann aus einer Industriefilm-Produktion eine größere Contentbibliothek für die kommenden Monate entstehen.